Karriere um jeden/keinen Preis

Interessanter Artikel aus der „Frankfurter Allgemeine“ zum Thema Work-Life-Balance von Bettina Weiguny.
Quelle: Frankfurter Allgemeine, Wirtschaft, 23.12.2012
 

Ein erfülltes Leben, neben der Arbeit?

Die Geister scheiden sich an der Frage, ob das nun gut ist oder schlecht: Sind das alles Weicheier, die sich vor Karriere und Chefsein drücken? Oder haben wir es mit einem cleveren Nachwuchs zu tun, jungen Leuten, die nur lautstark einfordern, was viele gerne hätten, sich nur nie zu fordern trauten: Ein erfülltes Leben neben der Arbeit?

Eines ist offensichtlich: Die Prioritäten haben sich verschoben. Das bestätigen Personalvorstände von Dax-Konzernen, Geschäftsführer von Beratungsfirmen und wissenschaftliche Studien: Karriere um jeden Preis ist für das Gros der 18- bis 29-Jährigen unvorstellbar. Die Arbeit steht nicht mehr unangefochten an erster Stelle, Freizeit, Hobbys, Familie und Freunde holen auf.

Zwei Drittel, so belegen Umfragen, sind nicht mehr bereit, berufliche Ziele über private Belange zu stellen. Eine ausgeglichene „Work-Life-Balance“ ist gar jedem zweiten wichtig. Auf Mitbestimmung legen sie großen Wert und auf eine angenehme Arbeitsatmosphäre, flexible Arbeitszeiten, Homeoffice und Sabbaticals. Sie arbeiten am liebsten im Team, sind lieber Stellvertreter als Chef – und das gerne auch zu zweit.

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Ist das Leben lebenswert?

having funHeutzutage betonen wir oft, wie super frei wir sind und wie genussvoll unser Leben ist. Wir lieben es, in die Therme zu fahren und Wellness zu erleben. Kultiviert zu speisen, am besten in Lokalen, die uns die Restaurantkritiker empfehlen, mit erlesenen Weinen zu jedem Gang. „All inclusive“ Urlaube und „All you can eat“ bereichern unsere spärliche Freizeit. Elektronik erleichtert uns das Leben und das Internet macht uns den Weg frei für alles, was unser Herz begehrt. Von Amazon bis zu Zalando, von Pornografie bis Partnersuche. Glück pur, oder? Weiterlesen

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Durch Improvisation zum besseren Menschen?

P1040053Kennen Sie Impro, Improv, Theatersport, Improvisationstheater oder Improvisationsspiele? Nein? Also es geht darum, mit einem zweiten oder dritten Spieler aus dem Stegreif eine Szene zu erschaffen. Warum man das tun sollte? Um mehr Spass zu haben, sich selbst besser kennenzulernen, sich zurückzunehmen und nicht die erste Geige spielen zu müssen und Zugang zu sich selbst zu finden (für weitere Analysen des eigenen Ichs, wenn man das mag..). Man muss dazu kein Schauspieler sein und auch kein Talent besitzen. Jeder kann das.  Weiterlesen

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More than Honey

Imhoofs Film jetzt im Kino.

Vielen ist der hohe Stellenwert der Biene im Ökogefüge nicht bewusst. Gäbe es sie nicht, so müssten die Menschen auf mehr als einen Drittel ihrer heute zur Verfügung stehenden Nahrungsmittel verzichten. Als „Liebesboten“ der Flora tragen sie den Blütenstaub von einer Pflanze zur anderen und lassen so Obst und Gemüse gedeihen.

Global hat das Bienensterben in den letzten Jahren immer grössere Ausmasse angenommen. Die Gründe dafür sind zahlreich. In Australien soll der negativen Entwicklung Einhalt geboten werden. Dort erforscht die Tochter des Filmemachers Markus Imhoof zusammen mit ihrem Mann das Immunsystem des Insekts. Das Ziel ist die Zucht einer Hönigbienenart, die etwa gegen die Varroa-Milbe, einem hartnäckigen natürlichen Feind, resistent ist.

Quelle: outnow.ch

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Funktionierende Märkte

Der Wirtschaftsnobelpreis 2012 geht an die amerikanischen Forscher Alvin E. Roth und Lloyd S. Shapley. Das teilte Schwedens Wissenschaftsakademie am Montag in Stockholm mit. Der Preis werde „für die Theorie stabiler Verteilungen und die Praxis des Marktdesign“ vergeben.

Preisträger Al Roth hat viele unterschiedliche Märkte gebaut, die nichts mit Geld zu tun haben. Zum Beispiel hat er einen Tauschmarkt für Spendernieren aufgebaut und ein System, mit dem Schüler in New York auf die unterschiedlichen Schulen verteilt werden. Auf diese Weise hat er einigen Organspende-Kandidaten das Leben gerettet und vielen Schülern zu einem Platz an ihrer Wunsch-Schule verholfen. Er sieht sich selbst als Praktiker, der solche Märkte baut – auf ähnliche Weise, wie ein Ingenieur Autos baut.

Weiterlesen und Quelle: www.faz.net

Auch interessant:

Der Kommentar zu diesem Artikel

Die Presse

„Roth war nie im Elfenbeinturm“ – ein Artikel seines Postdocs

 

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Rating-Agenturen, Derivate, Griechenland und Co

Werter Blogleserin, werter Leser!

Interessieren Sie sich für Geld, Schulden, Aktien und Finanzmärkte im Allgemeinen? Dann sollten Sie dieses exzellente Interview mit Mr. Dax, alias Dirk Müller, Finanzexperte und Buchautor, unter keinen Umständen verpassen.

Das ganze Interview – ORF III 17.05.2012 21:50.

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Quelle der Weisheit?

Quelle der Weisheit? – Kabbala für alle

Bnei Baruch heißt eine Gruppe von Kabbalisten, die sich auf einen großen Lehrmeister im 20. Jahrhundert, Rabbi Yehuda Ashlag, und seinen Sohn, Baruch Ashlag, beruft. Die Kabbala, eine mystische Tradition im Judentum, gilt bis heute vielen als jüdische Geheimlehre, mit der sich nur befassen darf, wer die entsprechenden Voraussetzungen mitbringt. Bnei Baruch aber sieht die Kabbala als von der Religion unabhängige Wissenschaft und möchte sie für alle Menschen öffnen. Moderne Instrumente wie Live-Übertragungen von Vorträgen im Internet werden dafür intensiv genutzt. Die „Orientierung“ hat das Bnei-Baruch-Bildungs- und Forschungszentrum „Baum des Lebens“ in Wien besucht und in Israel mit dem Gründer und Lehrer von Bnei Baruch, Rav Michael Laitman, gesprochen. (Quelle: ORF)

Bericht: Christian Rathner
Redaktion: Norbert Steidl

 

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Der ökonomische Putsch – von Roman Herzog

Der ökonomische Putsch oder Was hinter der Finanzkrise steckt von Roman Herzog

Quelle: Ö1-Radio

„Der ökonomische Putsch oder: Was hinter den Finanzkrisen steckt“. Gezielte Spekulationsattacken auf ganze Volkswirtschaften, unantastbare Finanzagenturen, die Regierungen in die Knie zwingen, und ohnmächtige Politiker, die gebetsmühlenartig wiederholen, es gäbe keine Alternative: Europa befindet sich im Wirtschaftskrieg. Feature von Roman Herzog (SWR/SR/DLF 2012)

„Wir haben seit einigen Jahren das Schlagwort Postdemokratie, die Steuerung des politischen Systems durch den Finanzmarkt und damit die die faktische Abschaffung von Demokratie“, meint der Münchner Juraprofessor und Experte für Wirtschaftskriminalität Bernd Schünemann. „Und man sieht auch schon, wie sozusagen die Regierungen von den Finanzakteuren vor sich hergetrieben werden. Und immer wieder treffen wir die Parole, die ich inzwischen fast nicht mehr hören mag, ‚das ist alternativlos‘, und damit peitscht man es durch. Und offenbar begreift in unseren Herrschaftskonglomeraten in Deutschland und Europa niemand, dass das an die Fundamente unserer parlamentarischen Demokratie rührt, so wie wir sie aus dem totalen Zusammenbruch und Untergang in den 50er Jahren aufgebaut haben.“

Keine Krise der Demokratie also, sondern die Abschaffung der Demokratie, das ist das erste Zwischenergebnis der Finanzkrise 2011/2012, dem zweiten Kapitel der Schuldenkrise der Banken, die 2007 begann. Die Macht übernommen haben Akteure aus der Finanzwelt, die an dieser wie an vorhergehenden Krisen Milliarden verdienen. Sie nutzen die Krisen, um den neoliberalen Umbau unserer Gesellschaften zu forcieren und lassen den Bevölkerungen über die Politiker verkünden, sie müssten sparen, da gäbe es keine Alternative. Denn sie müssen immer wieder gerettet werden mit Milliardensummen, die Banken – heute dieselben wie vor vier Jahren. (weiterlesen…)

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Eine Welt ohne Müll

In Michael Braungarts Zukunftsvision gehören Schuhe auf den Kompost (Quelle: Suite101.de)

Im Klartext: Verbrauchsmaterialien – etwa Reinigungsmittel, Schuhe oder Autoreifen – kann man in Braungarts Zukunftsvision auf den Kompost oder in die Landschaft werfen, wo sie in unbedenkliche Bestandteile zerfallen. Gebrauchsgegenstände wie Fenster oder Bildschirme dagegen werden so hergestellt, dass ihre Bestandteile wieder zu neuen Fenstern oder Bildschirmen werden können – und dass diese Teile nach dem „Verfallsdatum“ vom Hersteller abgeholt und auch tatsächlich wiederverwertet werden, anstatt auf dem Schrottplatz oder der Müllhalde zu enden.

Produkte werden demnach nicht „gekauft“ sondern eher „auf Zeit zur Verfügung gestellt“: Dienstleistungen ersetzen Kaufverträge. Was außerdem mit sich bringt, dass Hersteller nicht einfach nur möglichst billig produzieren, sondern selbst ein Interesse an hochwertigen, ungiftigen Materialien haben werden. Der Trick dabei ist, die Stoffe stets in ihren jeweiligen Kreislauf zurückzuführen und sauber getrennt zu halten – Schwermetalle etwa, wertvolle „Nährstoffe“ im technischen Kreislauf, haben im biologischen Kreislauf nichts zu suchen. Als unsinnige Verschwendung bezeichnet Braungart, was in Müllverbrennungsanlagen – beispielsweise an Kupfer oder Phosphaten – in die Luft geblasen wird.

Vollständigen Artikel UNBEDINGT auf Suite101.de lesen: Schmelzende Verpackung, essbarer Sitzbezug: eine Welt ohne Müll | Suite101.de

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Der fehlende Stein

Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Kyoto ist eine Fläche aus Sand mit fünfzehn darauf verteilten Felsbrocken. In diesem Zen-Garten gab es ursprünglich sechzehn Felsen. Einer Legende zufolge ließ der Gärtner, als er sein Werk beendet hatte, den Kaiser rufen, damit er es sich ansah. „Großartig!“ sagte der Kaiser. „Dies ist der schönste Garten in ganz Japan. Und dieser dort der schönste Stein im ganzen Garten.“ Der Gärtner entfernte sogleich den Stein, der dem Kaiser so gefallen hatte. „Erst jetzt ist der Garten vollkommen“, sagte er zum Kaiser. „Erst jetzt, wo nichts mehr hervorsticht, vermittelt sein Anblick wahre Harmonie. Ein Garten ist wie das Leben, es muss in seiner Gesamtheit gesehen werden. Wenn wir uns von der Schönheit eines Details gefangen nehmen lassen, wird der Rest uns hässlich erscheinen.“

(Text aus Paulo Coelho Kolumne, TV hören und sehen)
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