Madonna’s Speech – Billboard Woman of the Year 2016

Source: LYBIO.net
It was 1979 and New York was a very scary place. In the first year I was held at gunpoint, raped on a rooftop with a knife digging into my throat. And I had my apartment broken into and robbed so many times I just stopped locking the door. In the years to follow, I lost almost every friend I had to AIDS or drugs or gunshot.

As you can imagine, all these unexpected events not only helped me become the daring woman that stands before you. But it also reminded me that I am vulnerable. And in life, there is no real safety except for self-belief. And, an understanding that I am not the owner of my talents. There are no rules – if you’re a boy. There are rules if you’re a girl. If you’re a girl, you have to play the game. What is that game?

You’re allowed to be pretty and cute and sexy. But don’t act too smart. Don’t have an opinion – don’t have an opinion that is out of line with the status quo at least. You are allowed to be objectified by men and dress like a slut, but don’t own your sluttiness. And do not, I repeat do not: share your own sexual fantasies with the world. Be what men want you to be, but more importantly, be what women feel comfortable with you being around other men. And finally, do not age. Because to age is a sin.

You will be criticized – you will be vilified and you will definitely not be played on the radio. When I first became famous there were nude photos of me in Playboy and Penthouse magazine. Photos that were taken from art schools that I posed for back in the day to make money. They weren’t very sexy. In fact, I looked quite —

People say I’m controversial. But I think the most controversial thing I have ever done is to stick around. Michael is gone. Tupac is gone. Prince is gone. Whitney is gone. Amy Winehouse is gone. David Bowie is gone. But I’m still standing. I’m one of the lucky ones and every day I count my blessings.

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Lars Ruppel, Alter Schwede

Unglaublich! Schöpferisch, witzig, mathematisch, pointiert, mit spannenden Wendungen. Ein Meisterwerk an Dichtung und Vortrag! Zur Lars Ruppel-Website.

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Christoph Sieber „Ich will mich nicht gewöhnen“ – Gedanken zur Demokratie

Wenn auch Sie sich nicht an die Normalität gewöhnen wollen und dies auch ernst meinen, nutzen Sie das wichtigste Privileg der Demokratie, zur Wahl zu gehen. Egal zu welcher.

Es gibt Leute, die glauben, sich den Luxus leisten zu können, nicht zur Wahl zu gehen.. Dies ist meines Erachtens wenig durchdacht und zeugt von Undankbarkeit. Will heissen, dass man es nicht schätzt und nicht dankbar dafür ist, in einem Staat zu leben, in dem man seine Stimme abgeben darf. Es ist ja nicht so, dass man sich aussuchen konnte, wo man geboren wurde. Man könnte genauso in eine der korrupten Diktaturen hineingeboren worden sein. In dem Fall würde man sich nichts sehnlicher wünschen, als dass man wählen gehen könnte, und das Volk seine Meinung sagen und seine Politiker selber bestimmen darf.

Weiters hat das Nichtwählen Einfluss auf das Endergebnis: Angenommen 10 Personen müssten einen Politiker wählen. Aber nur 6 davon gehen zur Wahl. Davon wählen zwei Wähler die Person X und vier Wähler die Person Y. Person Y würde gewinnen. Insgesamt hätten demzufolge von den 100% Wahlberechtigten nur 40% Person Y gewählt. Nehmen wir weiter an, die 4 Nichtwählenden wären aber eher für Person X gewesen, dann hätte das Nichtwählen das Ergebnis verfälscht. Das Volk bekäme somit Politiker Y, mit dem jedoch 60% nicht einverstanden sind.

Genug davon. Ab etwa Minute 31:40 im Video verstehen Sie vielleicht besser, was ich meine.

Hier Christoph Sieber im Wortlaut.

„Ich will mich nicht gewöhnen, dass Deutschland Teil einer Kriegsmaschinerie ist. Ich will mich nicht gewöhnen, wenn der SPIEGEL schreibt, das Deutschland endlich in der Normalität angekommen ist, wenn es sich an internationalen Kriegseinsätzen beteiligt.

Die Beteiligung an Kriegen darf nie Realität werden.

Ich kann es nicht glauben, dass Verteidigungsministerin von der Leyen, auf die Frage eines Journalisten, ob denn eine Fußball-WM 2018 in Russland tatsächlich denkbar wäre antwortet: „Deutschland wird auf jeden Fall schießendes Personal schicken“. Das ist nichts anderes als die Verharmlosung des Krieges.

Ich will mich nicht gewöhnen, dass in Europa das Recht des Stärkeren gilt, wenn Hunderttausenden der Zugang zu Gesundheit, Bildung und einem würdevollen Leben einfach verwehrt wird.

Ich will mich nicht daran gewöhnen, dass die Würde des Menschen antastbar ist, denn die Würde des Menschen steht tagtäglich zu Zehntausenden bei der Tafel an, um unsere Reste zu essen.

Die Würde des Menschen krepiert vor Lampedusa und die Würde des Menschen stirbt im Krieg und zwar in jedem Krieg, weil der Krieg keine Würde kennt, nicht die der Täter und nicht die der Opfer.

Ich will mich nicht an die Barbareien der globalisierten Welt gewöhnen, die Ausplünderung armer Länder, die Waffenlieferungen, die Unterstützung brutalster Despoten und Diktatoren, ich will mich nicht flüchten in den Zynismus derer, die sagen: „Da kannste nichts machen, das war schon immer so“.

Ich möchte mich nicht abfinden, dass es so etwas wie Alternativlosigkeit gibt, weil es immer Alternativen gibt, weil es das Wesen der Demokratie ist, dass es sowas gibt, wie Alternativen. Und ich möchte nicht in einer Welt leben, in der man tatsächlich glaubt, `wenn Jeder an sich denkt, dann ist an Alle gedacht.´

Und ich möchte nicht in einer Welt leben, in der Menschen, die solche Gedanken haben, als Gutmenschen verspottet werden und verächtlich gemacht werden. – Ausgerechnet von denen, denen der Zynismus jegliche Empathie so zerfressen hat, dass sie ihre eigene Herzlosigkeit nur ertragen können, indem sie andere verächtlich machen.

Ich möchte nicht, dass die die Deutungshoheit über die Moral bekommen, die keine haben.

Es gibt die Unschuld des Nichtwissens nicht mehr.

Wir wissen, dass der Wohlstand auf Unrecht aufgebaut ist. Wir wissen, dass wir die Erde zerstören und wir können auch längst nicht mehr ignorieren, dass Andere arm sind, weil wir reich sind. Wir werden uns nicht raus reden können, mit dem immer gleichen: „Davon haben wir nichts gewusst“.

Nein, wir werden es gewusst haben. Und ich frage mich am Ende: Was wird man über uns sagen in zwanzig, dreißig Jahren? Wer werden wir gewesen sein? Die die zugeschaut haben, wie schon so oft? Werden wir die gewesen sein, die einfach weiter gemacht haben, weil es so bequem war? Oder werden wir die gewesen sein, die gerade nochmal rechtzeitig die Kurve bekommen habe und die die Reißleine gezogen haben, als es noch nicht zu spät war?

Ich bin mir nicht sicher, aber eins weiß ich gewiss, Siri hat darauf keine Antwort!“

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Gedanken zur wirtschaftlichen Seite der derzeitigen Abschiebepolitik in Österreich

Viele Helfer, die unsere Regierung in den vergangenen Monaten durch ihre freiwillige Integrationsarbeit und ihren enormen, unbezahlten Einsatz unterstützen, empfinden das derzeitige Vorgehen der Exekutive als Schlag ins Gesicht:

  • Abschiebung von bereits integrierten Flüchtlingen um jeden Preis
  • Eindringen von Polizeitrupps mit Hunden in die Privathäuser und Wohnungen der Gastfamilien in den frühen Morgenstunden, um die Flüchtlinge abzuholen – inklusive Durchsuchungsbefehl, als handle es sich um Schwerverbrecher
  • Keine Reaktion des Innenministeriums auf diverse Petitionen, Einsprüche oder Anfragen
  • Keine Ausnahmen

Dabei ist fraglich, ob das Dublin III-Abkommen überhaupt rechtens ist, da die seinerzeit von den Regierungen organisierten Transporte der Flüchtlinge über die Balkan-Route (z.B. Kroatien) nach Österreich nicht als illegale Einreise betrachtet werden dürfen.

Was neben der menschenverachtenden Vorgangsweise besonders schmerzt, ist die unfassbare Dummheit, die dem Vorgehen zugrunde liegt: Volkswirtschaftlich gesehen wurden tausende, wenn nicht zigtausende Stunden unbezahlter Integrationsarbeit geleistet, um die geflüchteten Menschen auf ein Leben in Österreich vorzubereiten. Eine wirtschaftliche Investition unglaublichen Ausmaßes, die quasi per Verordnung offiziell in den Sand gesetzt wird. Ganz abgesehen von den Kosten seitens des Staates für die Polizeieinsätze und die Transporte der Abzuschiebenden nach Wien und von dort nach Kroatien.

Menschen, die mittlerweile etwas Deutsch gelernt haben, sich in einem Netzwerk von Unterstützern befinden und kurz davor stehen, auch Jobs anzunehmen und in den Steuertopf einzuzahlen, setzt man eselstur in Flugzeuge nach Zagreb. Ergebnis: Österreich verliert bereits investiertes „Kapital“, von dem aber auch Kroatien nichts hat, denn die Geflüchteten und die dortigen Behörden müssen wieder mit allem von vorne beginnen.

Die Freiwilligen-Arbeit der Vergangenheit gleicht somit investitionstechnisch einer finanziellen Geldanlage mit Risikoklasse E (höchstes Risiko, Totalverlust möglich). Es verwundert, dass der Finanzminister hier untätig zusieht und keine Stellung dazu nimmt.

Der Langzeiteffekt: Es bleibt abzuwarten, ob angesichts des leichtfertigen Umgangs mit Mensch und Kapital bei der nächsten Katastrophe, die den mutigen und unbezahlten Einsatz der Zivilgesellschaft erfordert, überhaupt noch freiwillige Helfer in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen.

Fazit: Ein Mensch bleibt immer ein Mensch. Ein Weltbürger. Man sollte ihn nicht zu Kapital machen. Dass Flüchtlinge anfangs Geld kosten ist Realität. Dass man aber das bereits investierte Geld zum Fenster rauswirft ist eine Panikreaktion der derzeitigen Regierung, die mittels der momentanen inhumanen Abschiebepraxis versucht, ein paar Krümel des Kuchens des rechten Lagers zu ergattern.

Links:

Petition Stoppt die Dublin III Abschiebungen

Petition für Mariam und Tagleb

Border Crossing Spielfeld

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Petition für die Menschlichkeit

Wir haben für unsere syrischen Freunde Mariam und Tagleb eine Petition ins Leben gerufen, dass sie nach 9 Monaten erfolgreicher Integration bei der Familie Dokter in Kalwang (Ö) nun nicht wieder abgeschoben werden und in Kroatien neu beginnen müssen (Dublin-Abkommen).

Sie haben bereits einmal alles verloren und den Terror des Krieges in seiner vollen Gewalt erlebt: Unzählige ihrer Angehörige und Freunde, darunter viele Kinder, wurden durch Schüsse und Bomben getötet.

Hier können Sie mehr über Mariam und Tagleb lesen.

Bitte unterzeichnen auch Sie die Petition an den Innenminister, es ist ein letzter verzweifelter Versuch!

Hier der achtjährige Jakob mit seiner herzzerreissenden Bitte

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Sarah Lesch, „Testament“

Sarah Lesch, deutsche Liedermacherin aus Leipzig, gewann den Protestsongcontest 2016 von FM4. Sarah ist 1986 geboren und ihr Lied „Testament“ ist sehr unbequem, denn es geht mit uns allen ins Gericht. Fans kann man sich nicht aussuchen; das Lied wird in den sozialen Netzwerken von vielen Sympathisanten des äußersten rechten Lagers geteilt. Man ist verwirrt und fragt sich, warum. Auch Sarah (zum Interview).

Das erinnert mich an den Song „Born in the USA“ von Bruce Springsteen, der als eigentlich waschechtes Antikriegslied oft als Hymne für amerikanischen Patriotismus mißbraucht wird. Man fragt sich, „hören die Leute nicht auf den Text?“ Oder treffen die Lyrics auf einer uns verborgenen Ebene mitten ins kindliche, unverdorbene Herz und gewinnen gegen den medienmißbrauchten Verstand?

„Testament“
Hier die Lyrics, unten das Video.

Auch du warst mal ein Kind und auch ich war mal klein
Und auch uns haben sie was erzählt
Und dann macht man das alles und versucht so zu sein
Und dann merkt man, dass einem was fehlt

Und dann verlernt man, sich richtig zu spüren
Oder man flüchtet sich in Kunst oder Konsum
Und während ihr fleißig Pläne macht,
Lachen die Götter sich krumm

Lasst eure Kinder mal was dazu sagen
Hört ihnen richtig zu
Die spürn sich noch, die haben Feeling für die Welt
Die sind klüger als ich und du

Und denkt dran, bevor ihr antwortet:
Ihr seid auch nur verletzte Kinder.
Am Ende gibt’s wieder ganz neue Symptome,
und ihr wart die Erfinder

Und dann sagt ihnen wieder, wie es richtig geht
„Werd erwachsen“ und „bist du naiv“
Predigt Formeln, lasst alles in Hefte schreiben,
Die Götter lachen sich schief

Achtet auf Schönschrift und Lehrpläne
Und dass sie die Bleistifte spitzen
Zeigt ihnen Bilder von Eichenblättern 
Während sie drinnen an Tischen sitzen

Und dann ackern und büffeln und wieder auskotzen
Und am Nachmittag RTL 2
Am Wochenende geht’s was Schönes kaufen,
fertig ist der Einheitsbrei

Und jeder, der sich nicht anpasst
Wird zum Problemkind erklärt
Und jede, die zu lebhaft ist
Kriegt ‘ne Pille, damit sie nicht stört

Und damit betrügt ihr euch selber, denn
Kein Kind ist ein Problem
Und all die Freigeister, all die Schulschwänzer
Nur Symptomträger im System

Doch bedenkt, wenn ihr so hart urteilt:
Ihr seid auch bloß gefangene Geister
Der Unmut wird immer lauter 
Und die Lehrer schreien sich heiser

Empört euch, dass Hänschen nicht ist, was er sein soll
Sondern nur, wer er nunmal ist
Die Götter pullern sich ein vor Lachen
Und ihr denkt, dass ihr was wisst

Und wenn Hänschen dann Hans ist 
Der eigene Kinder hat, denen er was erzählt 
Dann merkt Hans und Kunz, und ihr vielleicht auch,
Dass wieder irgendwas fehlt
 
Ihr habt Wünsche und Träume
Und rennt damit ständig an imaginäre Wände
Und jeder Wunsch, den ihr euch erfüllt 
Der ist dann halt auch zu Ende

Geht ihr nur malochen für erfundene Zahlen
Und wartet, bis die Burnouts kommen
Schmeißt euer Geld für Plastik raus
Um ein kleines Glück zu bekommen

Das Beste aus Cerealien und Milch
Noch ‘n Carport und noch ‘n Kredit
Und alle finden‘s scheiße
aber alle machen sie mit

Ihr klugscheißert und kauft trotzdem
Und die Werbung verkauft euch für dumm
Und dann sitzt ihr vor euren Flachbildfernsehern
Und meckert auf den Konsum

Wenn ihr das Welt nennt, bin ich gern weltfremd
Die Götter lachen sich krumm

Ihr Traumverkäufer, Symptomdesigner
Merkt ihr noch, was passiert? 
Wer hat euch das Land und das Wasser geschenkt, 
Das ihr jetzt privatisiert

Ihr Heuchler, ihr Lügner, ihr Rattenfänger 
Ihr Wertpapierverkäufer
Man hat euch Geist und Gefühl gegeben 
Und doch seid ihr nur Mitläufer
 
Ihr großen, vernarbten, hilflosen Riesen 
Ihr wart doch auch mal klein
Und jemand hat euch mit Schweigen gestraft 
Und ließ euch darin allein
 
Und jetzt hört ihr nicht nur die Götter nicht lachen 
Ihr hört auch die Kinder nicht weinen
Und sagt ihnen weiter, es würde nicht wehtun
Ohne es so zu meinen

Macht ihr ruhig Pläne, ich steh am Rand 
Ich sehe euch und ich bin nicht allein 
Hinter mir stehen mehr und mehr Weltfremde 
Die passen auch nicht hinein 

Und jetzt wartet nicht auf ein versöhnliches Ende 
Den Gefallen tu ich euch nicht 
Kein Augenzwinkern, keine milde Pointe,
Die das Unwohlsein wieder bricht

Irgendwann werden die Götter nicht mehr lachen 
Und falls es mich dann nicht mehr gibt 
Hinterlass ich ein Kind, das sich selbst gehört
Und dies unhandliche Lied

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9/11 oder Überlegung zur Wahrheit

Heute jährt sich zum 15. Mal der Anschlag auf das World Trade Center in New York. Ein Ereignis, das die Welt bewegte. Fast jeder kann sich noch genau daran erinnern, wo er war, als die Horrormeldungen und Live-Berichterstattungen TV, Radio und Internet wie eine Lawine erfassten. Fassungslos sahen wir, wie Flugzeuge in die Zwillingstürme krachten. Schauer liefen über unsere Rücken, als wir die ganze Tragweite dieser Terror-Anschläge im TV verfolgten und uns im Minutentakt neue Enthüllungen präsentiert wurden. Weiterlesen

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Bist du vorbereitet?

12705161_10208758160850811_8227855587431331697_nFür einen Freund

klopf, klopf… Wer ist da?… Dein Leben, das dir gerade ein paar Fragen stellt. Die Fragen sind unterschiedlich.. Mal geht’s um Beziehung, mal um den Job, ums Geld, und manchmal um Verzweiflung wegen Verwirrung bzw. um Tod.

Es macht nicht viel Sinn, sich mit den Dingen auseinanderzusetzen, ohne dass eine Anfrage vom Leben kommt. Unter Anfrage fasse ich mal folgendes zusammen: Alles, was dich tiefer berührt. Auch Schicksalsschläge, die Menschen betreffen, die dir etwas bedeuten. Viele Menschen leiden beispielsweise darunter, dass es anderen an den Kragen geht, dass andere verfolgt, verspottet und gedemütigt werden. Das wäre dann auch eine Anfrage..

Doch jetzt mal zum Tod. Ja, eher ein Tabu und nicht gern gesehen. Aber ich denke, Vorbereitung ist auch hierbei alles. Alles verliert an Schrecken, wenn man sich ein paar Fragen stellt, wenn man mit dem Thema kokettiert, sich nicht tiefer beeindrucken lässt und nassforsch die Kontrolle übernimmt.

Dazu hätte ich ein paar Fragen notiert:

Wie denkst du über den Tod nach? Neutral, ängstlich, freudig..

Hast du Angst vor dem Sterben?

Willst du verbrannt oder begraben werden?

Wie soll deine Beerdigung verlaufen? Möchtest du Musik und wenn ja, etwas bestimmtes?

Welche Menschen sollten eine Rede an deinem  Grab halten?

Sollen sie nachher eine Party feiern?

Welches Motto sollte die Party haben?

Soll man Video, Audio und Fotomaterial von dir zeigen?

Woran würdest du, außer am Leben, noch gehindert werden, wenn du stirbst?

Was müsste unbedingt in deinem Nachruf vorkommen?

Was würde dein bester Freund über dich sagen?

Was hast du vor, nachdem du gestorben bist?

Hast du noch offene Rechnungen zu begleichen?

Hast du das Beste gegeben, während du noch lebst?

Welche Menschen hätten mehr deiner Aufmerksamkeit verdient?

Und welche weniger?

Wer soll in deiner letzten Minute bei dir sein?

Hast du Angst, dass dich keiner vermisst?

Was an dieser Angst ängstigt dich?

Denkst du, dass dass der Mensch im Leben eine Aufgabe hat?

Denkst du, dass du diese Aufgabe erfüllt hast?

Was würdest du benötigen, um sie zu erfüllen?

Wessen Tod hast du bisher am meisten betrauert? Und warum?

Mit wem würdest du dich gerne über den Tod unterhalten?

Mit wem hast du schon über den Tod geredet? Welches Gefühle hat das bei dir ausgelöst?

Würdest du gern ewig leben?

Was würde dich am sterben wohl am meisten nerven?

Wie würdest du dir wünschen, zu sterben?

Die Fragen sind absichtlich nicht geordnet. Nimm dir eine Stunde Zeit und beantworte die Frage gemeinsam mit einem Menschen, der dir etwas bedeutet.

Liebe Follower, vergessenen Fragen können gerne als Kommentar hinzugefügt werden.

 

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Alan Rickman

Der kürzlich verstorbene, großartige Schauspieler Alan Rickman rezitiert Shakespears Sonnet 130

My mistress‘ eyes are nothing like the sun;
Coral is far more red than her lips‘ red;
If snow be white, why then her breasts are dun;
If hairs be wires, black wires grow on her head.
I have seen roses damask’d, red and white,
But no such roses see I in her cheeks;
And in some perfumes is there more delight
Than in the breath that from my mistress reeks.
I love to hear her speak, yet well I know
That music hath a far more pleasing sound;
I grant I never saw a goddess go;
My mistress, when she walks, treads on the ground:
And yet, by heaven, I think my love as rare
As any she belied with false compare.

Unter Dichterpflänzchen finden Sie eine sehr schöne Übersetzung.

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Leisedenker nun auch auf Facebook

Liebe Followerinnen und Follower,

um all die tollen, Menschen verbindenen und zum Denken anregenden Beiträge, über die ich im Laufe meines Tages stolpere, noch schneller sammeln und teilen zu können, gibts nun auch eine Leisedenker-Seite auf Facebook. Englisch und deutsch!

Falls ihr Facebook nützt, schaut mal vorbei! 🙂

https://www.facebook.com/leisedenker/

Frau Gscheit

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