ADHS – Krankheit oder Gesellschaftsproblem?

imagesDie sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (engl. ADHD) oder auch Zappelphilipp-Syndrom nimmt bei Kindern zu. Angeblich sind in Österreich 5% der Kinder zwischen 7 und 17 Jahren betroffen. In Amerika nimmt die Inzidenz von der West- zur Ostküste fast epidemisch zu. „Angeblich“ deshalb, weil manche der Meinung sind, dass es sich nicht um eine Krankheit handelt, die man mit Ritalin® therapieren soll, sondern um eine Kombination aus Reizüberflutung, Zuwendungs-Mangel und der Tatsache, dass Kinder heute hauptsächlich im Haus spielen müssen, anstelle ihren natürlichen Bewegungs- und Forscherdrang draussen beim Herumtollen mit Freunden stillen zu können.

Sir Ken Robinson ist britisher Autor, Sprecher und Erziehungwissenschafter. Mit seiner hinreissenden Rhetorik – flapsiger Humor, abgelöst von punktgenauen Treffern mitten ins Denken des Zuhörers – bringt er die Geschichte und die Probleme des heutigen Schulsystems auf den Punkt. Er sagt „Schule erstickt die Kreativität“.

Im Jahre 2006 hielt er bei TED eine Rede über Alternativen zum veralteten Schulsystem und einen notwendigen Paradigmenwechsel mit neuen, für die „Erwachsenen der Zukunft“ sinnvolleren Zielen. Die Rede zählt mit 17,279,787 Zugriffen zu den erfolgreichsten seit Gründung von TED. Lassen Sie sich begeistern und anregen!

 

Englisch versierte Leserinnen und Leser finden hier eine weitere Rede „RSA Animate – Changing Educational Paradigms“, welche Robinsons Worte mit einer sehr flink zeichnenden Hand verblüffend eindrucksvoll „ins Bild setzt“ – auch ein Genuss!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Bildung, Change, Entwicklung, Erziehung, Gesellschaft, Intelligenz, Wissenschaft abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu ADHS – Krankheit oder Gesellschaftsproblem?

  1. Hermann Becke schreibt:

    Eine rhetorisch blendender Beitrag, der aber leider keine Lösung für das aufgezeigte Problem anbietet – schade. Übrigens gibt es weltweit Bildungsmodelle, mit denen Kinder nicht dafür ausgebildet werden, was angeblich die Zukunft von ihnen erwartet, sondern mit denen die im Kind veranlagten Gaben gefördert werden und sie sich zu eigenverantwortlichen Individualitäten entwickeln können – siehe dazu als ein Beispiel den Artikel in der „Welt“ vom September 2012, der sich genau mit den von Ken Robinson angesprochenen Themen „Mathe“ und „Tanzen“ beschäftigt:
    http://www.welt.de/wissenschaft/article109484661/Namen-tanzen-fit-in-Mathe-Waldorf-im-Vorteil.html
    Also meine Botschaft: nicht Zustände beklagen, sondern positive Alternativen suchen!

    Gefällt mir

Was denken Sie darüber?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s