10 Tipps für unvergessliche Vorträge

Im Lauf meiner Ausbildung kam ich in den Genuss unzähliger Vorträge, Referate, Vorlesungen und Seminare. Auch selbst bin ich ab und zu Vortragende. Nachdem ich ja mein „Publikum“ erreichen und einen guten Eindruck machen bzw. hinterlassen will, suchte und suche ich mir immer wieder Tipps von versierten Vortragenden bzw. Leuten, die dazu eine Meinung haben. Ein interessantes Buch ist beispielsweise „Naked Presenter, Eindrucksvoll präsentieren – mit und ohne Folien“ von Garr Reynolds. Tolle Redner, bei welchen man sich etwas abschauen kann, findet man auf der Internet-Plattform TED – Ideas worth spreading. Oder man erinnere sich nur an die legendären Keynotes von Steve Jobs!

Aus meine Sicht machen folgenden Dinge einen guten Vortrag aus: Der Inhalt ist interessant aufbereitet und der Vortragende lässt sich auf das Publikum ein; er beherrscht einige einfache Techniken, die Leute bei Laune – also munter – zu halten. Laut Herrn Reynolds spielen dabei Einfachheit, Klarheit, Aufrichtigkeit, Glaubwürdigkeit und Leidenschaft eine maßgebende Rolle.

Viele Vortragende allerdings vermitteln den Eindruck, als wollten sie in einer Art Selbstgespräch einfach nur ihr Wissen wiederholen, es auswendig herunterbeten oder auch von der Leinwand ablesen. Das Rundherum und vor allem die Zuhörer verkommen zur Nebensache; dass das ganze Vorhaben auch eine Art „Teamwork“ sein könnte, in welches man das Publikum inter-aktiv einbindet, wird gar nicht wahrgenommen. Gelegentlich bringt mich das aber auf die Palme, weil der Vortragende meine Zeit verschwendet; besser wärs, er würde seinen Vortrag in ein Hand Out verwandeln, vervielfältigen und an Interessierte verteilen.

Hier nun meine 10 Tipps, wie Sie mit Ihrem Vortrag garantiert einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen:

  1. Bereiten Sie sich erst in der letzten Sekunde vor, das spart Zeit. Verschwende Sie dabei keinen Gedanken an Ihr Publikum und dessen Erwartungen. Sie können sich ja  vor Ihrem Vortrag kurz für Ihre mangelnde Vorbereitung entschuldigen und ein paar Worte darüber verlieren, unter welchem enormen Zeitdruck Sie standen. Das lässt Sie wichtig erscheinen.
  2. Packen Sie alles, was Sie sagen wollen, auf Power Point Folien (Mac-User nehmen Keynote).
  3. Wählen Sie dabei nie die vorgegebene Schriftgröße, sondern verkleinern Sie alles auf mindestens 14 Punkt – sonst bleibt möglicherweise ein winziges Detail unerwähnt.
  4. Wenden Sie sich grundsätzlich Ihren Folien auf der Leinwand zu – so vermeiden Sie jeden Kontakt mit dem Publikum, denn dieses gehört nicht zu Ihrem Vortrag. Geht auch, wenn man auf den Laptop starrt.
  5. Ein Laserpointer ist dazu sehr geeignet, denn damit muss man ja praktisch die Leinwand im Auge haben.
  6. Fuchteln Sie mit diesem Laserpointer auf den Folien herum (oder mit der Maus), sodass das Publikum seekrank wird, wenn es versucht, dem winzigen roten Punkt zu folgen. Auch ein häufiger Wechsel der Übergänge und jede Menge Animationen erfüllen diesen Zweck.
  7. Lesen Sie am besten die Folien vor – dann vergessen Sie nichts.
  8. Sprechen Sie schnell, monoton und ohne Pause, damit vermeiden Sie unerwünschte Zwischenfragen.
  9. Stehen Sie wie eine Salzsäule fest an Ihrem Platz und zeigen Sie keinerlei Emotionen – das wirkt einerseits wissenschaftlich und andererseits einschläfernd, was bei nervenden Fragern mitunter recht praktisch ist.
  10. Bedanken Sie sich am Ende unbedingt mit einer entsprechenden Folie für die Aufmerksamkeit, damit das Publikum weiß, dass es endlich erlöst ist.

Sollten Sie weitere nützliche Tipps haben, nutzen Sie dafür gerne die Kommentarfunktion unten!

Ihre Frau Gescheit, vortragsgeschädigt 😉

 

 

 

 

 

 

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