Stille Nacht, heilige Nacht… Text: Guntram Pauli (1995)

Der Text entstand 1995 – ist aber aktueller denn je. Das Lied gibt es in einer schönen Rockfassung – gesungen von Michael Gerwien.

Hier ein Versuch von Frau Gscheit.

Stille Nacht, heilige Nacht

Stille Nacht, heilige Nacht, alles schläft, keiner wacht.

Die Menschheit dämmert im Tiefschlaf ganz sacht,

Auf die einsamen Rufer gibt niemand mehr acht.

Schlaft in himmlischer Ruh, schlaft nur in himmlischer Ruh!

***

Stille Nacht, eisige Nacht, hilflos im Sturm, er tobt mit Macht.

Und drinnen wird noch getanzt und gelacht,

Die Krippe zur bloßen Kulisse gemacht.

Beim Feiern ist Elend tabu – schlaft nur in himmlischer Ruh!

***

Stille Nacht, einsame Nacht, im fremden Land verfolgt, verlacht;

Vom Bruder zum Gegner, zum Feind gemacht,

Wer hat dieses Feuer des Hasses entfacht.

Und wir sehen tatenlos zu – schlaft nur in himmlischer Ruh!

***

Stille Nacht, endlose Nacht, die Erde schreit, sie stirbt unbeacht’.

Habt ihr die Fragen der Kinder bedacht,

Wenn ihr ihnen diesen Planeten vermacht?

Schlaft weiter in himmlischer Ruh, schlaft nur in himmlischer Ruh!

***

Stille Nacht, heilige Nacht, der Morgen kommt, ein Tag erwacht.

Das Kind in der Krippe, es regt sich und lacht,

Ein Funke, der wieder die Hoffnung entfacht

Auf ein Leben ohne Tränen und Wut,

Auf ein Leben aus Liebe und Mut.

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